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Abbau architektonischer Hindernisse: 50 Prozent mehr Beratungen
(LPA) Um rund 50 Prozent haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres die Beratungen zum Abbau architektonischer Hindernisse zugenommen. Dies konnten die Verantwortlichen von "Si-Mo Sicherheit&Mobilität" feststellen, die im Auftrag der Landesabteilung Sozialwesen das entsprechende Beratungs- und Dokumentationszentrum führen.
Alle vier Monate treffen sich die Leiter der Landesabteilung Sozialwesen mit ihren Auftragnehmern im Bereich der Beratung zum Abbau architektonischer Hindernisse und für das sichere Wohnen im Alter. "Si-Mo" hat nun für die ersten vier Monate dieses Jahres beeindruckende Zahlen vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anfragen um Beratungen um 50 Prozent gestiegen. Dabei sind es in erster Linie Projektanten, die "Si-Mo" zur Interpretation geltender Rechtsvorschriften heranziehen. Darüber hinaus kommen allerdings auch Anfragen von Privatpersonen, die ihre Wohnung entsprechend umgestalten wollen und dafür allgemeine Informationen oder konkrete Lösungsvorschläge suchen.
Die Zunahme des Interesses am Abbau architektonischer Hindernisse sei ein Zeichen dafür, dass das Interesse - auch aus der gesellschaftlichen Notwendigkeit heraus, etwa aufgrund des demographischen Wandels - an der Thematik steige. So hat auch die EU erhoben, dass rund ein Fünftel der Bevölkerung mehr oder weniger direkt durch architektonische Hindernisse an der Teilnahme und Teilhabe gehindert werde. Darunter finden sich nicht nur Personen mit körperlicher Behinderung, sondern auch Senioren oder Eltern mit Kinderwagen.
Wer die Beratung von "Si-Mo Sicherheit&Mobilität" in Anspruch nehmen will, kann sich an das Büro in der Galileistraße 4/A in Bozen wenden, und zwar dienstags und donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 19.00 Uhr sowie mittwochs von 10.00 bis 13.00 Uhr. Infos gibt's außerdem im Internet unter www.si-mo.it, per E-Mail an info@si-mo.it sowie telefonischer unter der Nummer 0471 1940144.








LR Theiner eröffnet neue Beratungsstelle zum Abbau architektonischer Hindernisse
(LPA) Den auf Staatsebene ausgerufenen "Tag gegen architektonische Hindernisse" hat Soziallandesrat Richard Theiner heute (2. Oktober) genutzt, um eine neue Einrichtung zu eröffnen: Im Home-Center in Bozen ist demnach ab sofort die Beratungs- und Dokumentationsstelle "Sicherheit & Mobilität" (Si-Mo) im Einsatz, die die notwendige Sensibilisierung für den Abbau architektonischer Hindernisse übernimmt.
Die neue Dienststelle bietet Beratung zur Beseitigung und Überwindung architektonischer Hindernisse in Gebäuden, auf öffentlichen Flächen und in Verkehrsmitteln ebenso an wie für neue Projekte. "Diese Einrichtung bringt uns in unserem Bestreben einen großen Schritt weiter, architektonische Hindernisse für körperlich beeinträchtigte und ältere Menschen so weit als möglich abzubauen", so Landesrat Theiner, der auch daran erinnerte, dass die Beseitigung der architektonischen Hindernisse eine zentrale Rolle bei der Integration von Menschen mit Behinderung einnehme.
Vorgesehen ist diese Einrichtung vom Landesgesetz zum Abbau architektonischer Hindernisse, das im vergangen Jahr in Kraft getreten ist. Mit "Si-Mo" wird erstmals die Möglichkeit einer umfassenden und spezifischen Beratung geboten: "Es ist eine Beratungsstelle, die sich sowohl an Privatpersonen als auch an Baufachleute wendet", erklärte heute Luciana Fiocca, Direktorin im Landesamt für Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden, das die Koordinierung der neuen Beratungs- und Dokumentationsstelle übernimmt.
Aus der Taufe gehoben worden ist "Si-Mo" im Juni dieses Jahres, und zwar im Auftrag der Landesabteilung Sozialwesen. Der Bietergemeinschaft gehören der Katholische Verband der Werktätigen (KVW), die Sozialgenossenschaft "Indipendent L." und der Dachverband der Sozialverbände Südtirols an. Die Beratungsstelle steht allen Interessierten am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10.00 bis 13.00 Uhr und am Dienstag und Donnerstag auch von 14.00 bis 19.00 Uhr in der Galilei-Straße 4 in Bozen offen. Die Erstberatung ist kostenlos, für weitere, vor allem spezifische Beratungen ist ein Entgelt vorgesehen.
Neben der Beratung ist die neue Dokumentationsstelle auch für die Sensibilisierung zuständig, etwa über Tagungen, Vorträge, Kurse oder Informationstage. Auch werden Webseiten und Publikationen ausgearbeitet sowie Studien und Bedarfsanalysen erstellt. Die Stelle nimmt außerdem Anzeigen über Verletzungen der Vorschriften und Reklamationen entgegen und leitet sie an die zuständigen Organe und Ämter weiter.
(Autor: chr)
Internationaler Tag der älteren Menschen am 1. Oktober
LPA - Der erste Oktober ist weltweit den Senioren gewidmet. "Dieser Tag sollte Anlass dafür sein, ein neues Verständnis für aktives Altern zu fördern und helfende Strukturen für pflegebedürftige alte Menschen aufzuzeigen", sagt Richard Theiner, Landesrat für Sozialwesen, in seinem Statement zum Welttag der älteren Menschen.
Rund 83.269 Menschen in Südtirol, das sind 17,4 Prozent der Gesamtbevölkerung, sind heute über 65 Jahre alt. Die Anzahl der über 75 Jährigen beträgt 39.405 (8,25 Prozent). Laut Schätzungen soll es im Jahr 2015 rund 20 Prozent mehr Menschen über 65 Jahre geben. "Wir dürfen heute das Alter nicht mehr mit Gebrechlichkeit und Krankheit gleichsetzen; es gibt heute sehr viele Senioren die voller Elan und Vitalität sind, die Ziele haben und aktiv in der Gemeinschaft eingebunden werden können und an diese Bedürfnisse müssen wir auch denken. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen nicht nur länger leben sondern auch gesund und autonom bleiben" sagt Landesrat Theiner. In diesem Zusammenhang seien auch die Bestrebungen des Landes zum Abbau architektonischer Barrieren zu sehen. Ein großer Schritt nach vorne wurde mit der Verabschiedung der Verordnung über den Abbau der architektonischen Barrieren im vergangen Jahr erzielt. Am 2. Oktober, wird die Beratungs- und Dokumentationsstelle SIMO (Sicherheit und Mobilität) zum Abbau architektonischer Barrieren eröffnet. "Damit wird erstmals eine umfassende, konkrete und spezifische Erstberatung und Sensibilisierung in Hinblick auf dieses Thema für Privatpersonen aber auch für Fachleute, beispielsweise Projektanten, geboten", erklärt Theiner. Es sei Aufgabe der öffentlichen Hand, günstige Rahmenbedingungen für das Wohlergehen aller Menschen in der Gesellschaft zu schaffen, der alten Menschen im Besonderen, meint der Landesrat. Neben dem gesundheitlichen Wohlergehen seien ein unabhängiges Leben, gesellschaftliche Teilnahme, Schutz und Sicherheit, Selbstverwirklichung und ein Leben in Würde vorrangige Ziele. Für ihre Verwirklichung bedürfe es der Sensibilität und Mithilfe der ganzen Gesellschaft.
Die rund 200 Seniorenclubs im ganzen Land, in denen ausschließlich Freiwillige mitarbeiten, sind laut Theiner ein wichtiges Angebot der Altenarbeit in Südtirol. Sie trügen zur Sicherstellung der Grundlagen für eine selbstständige Lebensführung im Alter und für eine Verbesserung der Möglichkeiten und Förderung der Fähigkeiten zur Selbsthilfe bei. Weiters würden sie die Teilnahme älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben garantieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt stellt die Pflege der alten Menschen dar. Südtirol verfügt bereits über ein sehr gutes Betreuungsnetz. In Südtirol leben 11.000 pflegebedürftige Personen und 7500 werden daheim betreut. "Die Pflegesicherung soll in Zukunft pflegebedürftigen älteren Menschen verstärkt ermöglichen, daheim leben zu können. Diese Menschen sollen die Mittel in die Hand bekommen, sich die nötigen Dienste einkaufen zu können" sagt Landesrat Theiner.
Neben der Betreuung durch Familienangehörige stellen die professionellen öffentlichen und privaten Dienste der Hauspflege eine wichtige Säule in der Unterstützung älterer Menschen dar. Bei der Hauspflege geht es in erster Linie um Hilfestellungen für den älteren Menschen daheim, um Körperpflege, Haushaltshilfe, Aktivierung und Animation, Transport und Begleitung, medizinische Pflege, Essen auf Rädern (im Jahr 2005 waren es 2027 Betreute mit 305.138 Essen). Die Mensen für Senioren in Südtirol haben eine Aufnahmekapazität von insgesamt 376 Personen.
Im Rahmen der Hauspflege sind insgesamt auch 131 Tagesstätten tätig. Diese Einrichtungen sind flächendeckend über das Landesgebiet verteilt und erbringen Pflege- und Betreuungsleistungen vor Ort. Insgesamt wurden im Jahr 2005 9060 Personen betreut.
Ein Dienst, der vor allem die pflegenden Angehörigen daheim entlasten oder bei Krankheit ersetzen sollen, ist die Kurzzeitpflege, eine befristete Heimunterbringung, gewöhnlich bis zu einem Monat im Jahr, von vorrangig pflegebedürftigen alten Menschen, die sonst daheim leben. Die Zahl dieser Betreuten betrug im Jahr 2005 insgesamt 275.
"Seit 2003 verfolgt das Assessorat für Sozialwesen mit dem Projekt ´Sicheres Wohnen im Alter` das Ziel, die Wohnqualität älterer Menschen zu verbessern, damit sie möglichst lange in ihrer gewohnten familiären Umgebung bleiben können" erklärt der Direktor des Landesamtes für Senioren und Sozialsprengel, Paul Zingerle.
Die Gemeinden haben mit Unterstützung des Landes 620 behindertengerechte Kleinwohnungen für Senioren errichtet, die auch behindertengerecht zugänglich sind.
Die Dienstleistungen für Senioren in Südtirol umfassen derzeit auch 72 Alten- und Pflegeheime mit insgesamt 3753 Plätzen. Von den 3501 im Jahr 2005 betreuten Personen, waren 71 Prozent Frauen und 29 Prozent Männer. Die pflegebedürftigen Bewohner der Heime betragen 89.6 Prozent. Im Jahr 2005 waren für die Betreuung und Versorgung der Bewohner der Alters- und Pflegeheime 2771 Arbeitskräfte (Vollzeitäquivalente) im Einsatz.
(Autor: SAN)

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