Beratung architektonische Barrieren
Hindernisfreies Bauen sollte in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit sein. Trotzdem bestehen vielerorts immer noch bauliche Barrieren, die Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen ausschliessen und diskriminieren.
Hindernisfreies Bauen kommt aber auch Familien mit Kinder- und Einkaufswagen oder Menschen mit vorübergehender Gehbehinderung entgegen. Kindern und älteren Menschen dienen solche Massnahmen der Unfallprävention.
Alle profitieren von einem hindernisfreien - anpassbaren Umfeld.
Dabei ist es wichtig, folgende Grundregeln zu beachten:
Vertikale Barrieren
Höhenunterschiede sind Hindernisse insbesondere für ältere Menschen, Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer (Stufen, Bordsteinkanten, Schwellen usw.) – grundsätzlich sollte schwellenlos gestaltet und unvermeidbare Höhenunterschiede mit Rampen oder mechanischen Fördersystemen entschärft werden.
TOPHorizontale Barrieren
Ungenügende Durchgangsbreiten führen zu einem oft unüberwindbaren Hindernis (schmale Türen und Flure) – Alle Bereiche sollten für Gehbehinderte mit Gehhilfen und Rollstuhlfahrer zugänglich sein.
TOPAnthropometrische Barrieren
Bedienungselemente und visuelle Informationen in den falschen Montagehöhen angebracht (Griffe, Waschbecken usw. zu hoch/niedrig, Klingelplatten und Hausnummern zu klein usw.)
TOPRäumliche Barrieren
Ungenügende Bewegungsfläche (zu kleine Räume, zu wenig Platz vor Waschbecken, Küchenanrichten, zu viel Mobiliar usw.) – der erhöhte Platzbedarf muss berücksichtigt werden.
TOPErgonomische Barrieren
Ungeeignete oder fehlende Hilfen an Türen, Möbeln, im Bad (fehlende Handläufe, zu lange Treppen ohne Sitzgelegenheit, keine Haltegriffe am WC, keine Sitzgelegenheit in der Dusche usw.) – können durch geeignete Hilfsmittel beseitigt werden.
TOPSensorische Barrieren
Unübersichtliche und undeutliche Gestaltung (schlecht lesbare Informationen, ungenügende Beleuchtung, nicht kontrastreiche Farben, keine optischen Hinweise für Hörgeschädigte usw.) – mehrere Sinne ansprechen und auf klare und sinnvolle Gestaltung achten.
TOPDas Si-Mo Team leistet technische und individuelle Beratung zum Abbau von baulichen Hindernissen, informiert über geltende Rechtsvorschriften und arbeitet anwendbare Lösungsvorschläge aus.
- Technische Beratung zu Normen und technischen Lösungen
(für öffentliche Körperschaften, im Bauwesen tätige Freiberufler und Privateigentümer von Gebäuden, die den Vorschriften über architektonische Hindernisse unterliegen) - Erstberatung für Menschen mit Behinderung und Senioren zum Abbau architektonischer Hindernisse einschließlich dokumentierter Hausbesuch
- Analyse Ist-Situation,
- Beschreibung der Anpassungsmaßnahmen,
- Beratung des weiteren Procedere - Erstellung von nicht bindenden Gutachten bei Errichtung oder Umbau von Privatgebäuden, die besonderen Bindungen unterliegen
Der Beratungsdienst kann Dienstags, Mittwochs und Donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr und Dienstags und Donnerstags auch von 14.00 bis 19.00 Uhr von Menschen mit Behinderung, Senioren, Architekten, Planern, Gemeinden, Baukommissionen, Sozial- und Sanitätsdiensten und allen interessierten Organisationen und Vereinen beansprucht werden.